Yablonskaya – „Winterfenster“

In dieser Pastellserie gibt es einige erstaunlich klare orientalische Spuren. Schließlich ist es in der westeuropäischen Tradition so, dass viele Generationen von Künstlern es von Jahrhundert zu Jahrhundert geschafft haben, eine komplexe Farbschicht sorgfältig auf die gesamte Oberfläche der Leinwand aufzutragen – und mit zunehmendem Alter, nur um ihre Komplexität zu verbessern. In der östlichen Maltradition ist alles anders: Zwei äußerst präzise Striche oder drei Linien erzeugen gleichzeitig ein Bild, Licht, eine Idee und eine Emotion. Und Sie verstehen, dass der Künstler in der Lage gewesen sein könnte, Details für eine lange Zeit detailliert und sorgfältig zu schreiben, aber dafür hat er seinen langen Lebensweg gegangen und künstlerische Erfahrung gesammelt, um dies mit nur wenigen Zeilen oder einem Aquarellpunkt tun zu können.

1999 wurde der Künstler Yablonskaya wiedergeboren. Sie war 83 Jahre alt – ein klassisches Zeitalter, um eine neue Vision und eine neue Wahrheit im Leben zu erlangen. Der Grund war völlig unglücklich: Nach einem Schlaganfall landete Tatyana Nilovna im Rollstuhl, ihre rechte Hand war gelähmt, Ölgemälde waren aufgrund der erforderlichen Genauigkeit und körperlichen Stärke völlig unzugänglich. Dann lernte sie mit der linken Hand zu zeichnen und nahm Pastellfarben auf.

Seit sechs Jahren zeichnet Yablonskaya, ohne ihre Wohnung zu verlassen, die einfachsten alltäglichen Stillleben: Äpfel, Blumen, Gläser, Gläser und Krüge, eine kleine Landschaft außerhalb des Fensters, viel Fenster selbst, eine fantastische Menge an Licht, Jahreszeiten, inneres Leuchten und Leben in den Objekten selbst.

Die Töchter des Künstlers stellten manchmal wie zufällig Vasen mit frischen Blumen auf das Fensterbrett der Küche und vergaßen wie zufällig ein paar Äpfel oder Geschirr auf den Tisch. Und als sie das begehrte Wort „Papier!“ Von meiner Mutter hörten, ließen sie alles fallen, holten Papier und Pastellstifte heraus und erstarrten vor Erwartung.

Es waren Jahre reiner Kunst, ohne durchdachte Handlungen, ohne Ideen und kreative Pläne – nur ein stiller und konzentrierter Dialog mit der Außenwelt. „Ich bin glücklich in meinem begrenzten Raum“, sagte Yablonskaya, „ich nehme das Leben optimistisch, besonders jetzt, als sich ein glücklicher Streifen Kreativität geöffnet hat, habe ich gesehen, dass man schreiben kann, was sich in der Nähe befindet, eine glückliche Welt reproduzieren kann, eine Welt, die betrachtet mich. In der Natur oder im Inneren scheint jedes Objekt plötzlich mit einem unsichtbaren poetischen transparenten Schleier bedeckt zu sein, als würde es etwas in sich singen. Ein magischer poetischer Zustand wird überlaufen … und ein gewöhnliches Stück des Hofes wird von innen mit einer Art göttlicher Ausstrahlung beleuchtet. Dies nennt man wahrscheinlich Inspiration … „

Jahr der Malerei: 2004.

Malabmessungen: keine Daten.

Material: Papier.

Schreibtechnik: Pastell.

Genre: Stillleben, Landschaft.

Stil: Impressionismus.

Galerie: keine Daten.

Ivan Shishkin – „Im wilden Norden …“

Eines der bekanntesten Gemälde „Im wilden Norden“ wurde 1891 vom Künstler Ivan Shishkin fertiggestellt und gilt als ernsthafte Verkörperung des Themas der Einsamkeit. Der in der Bevölkerung beliebte Dichter Lermontov machte einmal auf dieses Thema aufmerksam, fand unter seinen Kollegen kein angemessenes Verständnis und schrieb das bekannte Gedicht „Pine“. Dieses Bild hat Gemeinsamkeiten mit der Maltechnik von Kuindzhi, mit der der Künstler freundschaftlich verbunden war. Ein einsamer stehender Baum wächst auf einer Klippe, er befindet sich in der kalten Dunkelheit und überlebt erfolgreich in unbewohnten nördlichen Breiten.

Eine mächtige und stolze Kiefer befindet sich am Rande einer tiefen Schlucht. Es wird vom kalten Mondlicht beleuchtet, und in der Ferne verschwimmt die Horizontlinie im schneebedeckten Dunst. Es ist zu sehen, dass der Künstler Shishkin die nördliche Natur mag, die eine Art Schönheit hat und bis zu einem gewissen Grad wirklich wie ein Märchen aussieht. Der Meister vermittelte gut die Farbtöne, die erstaunliche Stärke des Geistes, die starke Unterdrückung der Einsamkeit und das Gefühl der kalten Stille. Trotz der rauen Bedingungen, des kalten Windes, des regelmäßig fallenden Schnees und des starken Frosts haftet eine einsame Kiefer weiterhin hartnäckig am Leben. Das Gemälde „Im wilden Norden“ dieses ziemlich berühmten Künstlers lässt Kenner künstlerischer Bilder erkennen, dass der Baum in Erwartung besserer Zeiten auf unbestimmte Zeit gefroren ist.

Würde und Stolz können auf Wunsch in der Silhouette eines Baumes gesehen werden. Starke Tannenzweige halten eine beeindruckende Schneeschicht, und oben auf dem Baum befindet sich eine wunderschöne Schneekappe. In einem Gebiet mit bewölktem Himmel verschmilzt die Spitze des Baumes mit schneebedeckten Wolken. Es herrscht ein Gefühl der Verzweiflung und Melancholie. Ein mächtiger Baum auf einem Felsen bringt den Menschen andere Gedanken. Wovon könnte dieser Baum zum Beispiel auf einem soliden Felsfundament träumen? Höchstwahrscheinlich möchte es einen Seelenverwandten treffen, der auch versteht, was Einsamkeit ist. Bei genauer Betrachtung des Bildes entsteht oft ein Gefühl der Bewunderung für diese Kiefer, die sich unter der Masse ungünstiger Umstände, die ein Symbol der Menschenwürde ist, nicht beugt.

Jahr der Malerei: 1891.

Malabmessungen: 161 x 118 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Landschaft

Stil: Realismus.

Galerie: Nationalmuseum „Kiev Art Gallery“, Kiew, Ukraine.