Seurat – „Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“

Georges Seurats Gemälde „Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ wurde mit einer für diese Zeit völlig revolutionären Technik gemalt – dem Pointillismus. Diese Technik basiert auf den anatomischen Eigenschaften des menschlichen Auges und beinhaltet nicht das Mischen von Farben. Stattdessen wird jede Farbe in einem separaten Strich angewendet und nur als Ganzes betrachtet, sie repräsentieren ein aussagekräftiges Bild.

Wie bei vielen Innovationen üblich, verursachte das Bild sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Kritikern widersprüchliche Reaktionen. Der Künstler hat keine Gesichter von Menschen gezeichnet, obwohl die Silhouetten präzise und klar sind. Aus diesem Grund scheint es, dass Seurat auf dem Bild keine Menschen, sondern gesichtslose Mannequins darstellt. Auch dieses Merkmal des Stils des innovativen Malers fand beim Publikum keine eindeutige Anerkennung. Georges Seurat erklärte es so: Sein Gemälde hat eine tiefe spirituelle Bedeutung, und alles Irdische, einschließlich der Gesichter, ist unwichtig. Das Bild vermittelt die Essenz: Der Rest der Pariser an ihrem Lieblingsplatz für Sonntagswanderungen, und es besteht keine Notwendigkeit für Konkretheit.

Ein Teil des Bildes beschäftigt sich mit dem Bild von Menschen, die ein Picknick machen, ein anderer Teil bewundert den Fluss, die Boote und Schiffe. Vor der heißen Mittagssonne versuchen die Damen, sich unter Regenschirmen zu verstecken.

Georges Seurats Gemälde war dank der Verwendung vieler verschiedener Farbtöne sehr farbenreich: hier gelb, rot, lila und grün. Sehr erfolgreich gelang es dem Künstler, die Untätigkeit und Faulheit eines heißen Wochenendes zu vermitteln.

Jahr der Malerei: 1886.

Abmessungen des Gemäldes: 207,5 x 308 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Genremalerei.

Stil: Pointillismus.

Galerie: Art Institute of Chicago, Chicago, USA.