Cezanne – „Die Straße mit dem Berg Sainte-Victoire“

In seinem Elternhaus in Aix bei Jas de Bouffant malt Paul Cezanne die übliche südfranzösische Alltagslandschaft – „Die Straße mit dem Berg Sainte-Victoire“.

Dieses einfache, strenge Motiv mit helleren Farben spricht vom Einfluss der Farbenvielfalt der Impressionisten, unterscheidet sich jedoch sowohl in der Art der Malerei als auch in der Sichtweise völlig von ihnen: Mit entschlossenen, breiten Strichen, großen bunten Flecken verleiht Cezanne der Landschaft Strenge und feierliche Strenge. Objekte behalten ihre Materialität – Sand, Erde und Felsen lösen sich nicht in der Luft auf, sondern erscheinen in all ihrer alltäglichen und schmucklosen Realität vor den Augen des Betrachters. Die fast parallele Anordnung der Pläne im Bild lenkt den Blick in die Mitte, wo der Straßenschnitt klafft.

Cezanne hat wiederholt seine Haltung gegenüber den Veränderungen zum Ausdruck gebracht, die durch den technologischen Fortschritt in der Natur und in den Menschen verursacht werden. „Der Hausmeister der Straßen entstellt Aix, man muss sich beeilen, um zu sehen, bevor alles verschwindet“, bemerkt er zu seinem Kollegen, dem Maler Emile Bernard. Und er sagte einmal zu dem Archäologen Jules Borely: „Ich liebe jeden, der lebt und alt wird, nicht versucht, die Bräuche zu ändern, der sich ruhig erlaubt zu leben, unabhängig von den Gesetzen der Zeit. Ich hasse die Konsequenzen dieser Gesetze. „

Angesichts solcher Einschätzungen kann dieses geizige, emotionslose Bild mit dem Motiv einer Bergkette, von Feldern und Hügeln, die durch einen Straßenschnitt geschnitten wurden, als Zauber leidenschaftsloser, ewiger und ständig dominierender Naturkräfte dargestellt werden, die den raschen Veränderungen der Zeit widerstehen. In dieser Arbeit von Cézanne erscheint zum ersten Mal die berühmte Bergkette, der Mount Sainte-Victoire – ein massiver, in seiner kristallinen Struktur fast überreagierter Höhenunterschied als Symbol für das Zeitlose und Ewige.

Jahr der Malerei: 1870.

Maße des Gemäldes: 80 x 129 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Landschaft.

Stil: Impressionismus.

Galerie: Neue Pinakothek, München, Deutschland.

Cezanne Paul – „Das Mädchen am Klavier“

Paul Cézannes Leinwand „Mädchen am Klavier“ ist auf besondere Weise geschrieben: Der Künstler verwendete ausreichend breite Pinselstriche. Die besondere helle Farbe des Bildes unterstreicht auch die Stimmung, die der Autor in dieser Arbeit vermitteln wollte.

Dadurch wird das Bild als Ganzes wahrgenommen, alle Figuren erhalten Vollständigkeit. Obwohl das Licht auf dem Bild diffus ist und es keine klare Quelle dafür gibt, sieht die Figur des Mädchens, das am Klavier sitzt, sehr hell aus. Mit großer Sorgfalt malte der Künstler jedes Detail des Musikinstruments, so dass das Klavier ein wesentlicher Bestandteil des Innenraums geworden ist.

Die Leinwand ist voller Frieden, die Komposition ist ausgewogen, die Fähigkeiten des Künstlers sind in jedem Detail sichtbar. Die Pastellfarben, die der Künstler beim Malen dieses Bildes verwendet hat, machen die Atmosphäre intimer und wohnlicher. Mit diesem Gemälde fertigte Cezanne eine Reihe von Porträts und Beschreibungen von Familienszenen an.

Bevor Cezanne dieses Bild schrieb, führte er zwei frühe Versionen auf, die leider verloren gegangen sind. Aber dieses sehr bemerkenswerte Werk „Das Mädchen am Klavier“ von Paul Cézanne ist sicher und gesund und erwartet sein Publikum in der Eremitage.

Jahr der Malerei: 1869.

Maße des Gemäldes: 57 x 92 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Genremalerei.

Stil: Romantik.

Galerie: Eremitage, St. Petersburg, Russland.