Van Gogh – „Boote in Saint-Marie“

Die Technik, diese großartige Leinwand des gefeierten Meisters Vincent van Gogh zu malen, unterscheidet sich sehr von den Methoden, mit denen er seine anderen Werke schreibt. Hier sieht der Betrachter seine üblichen zufälligen breiten Striche nicht, das Bild ist voller Leichtigkeit, Luftigkeit, kleine Details werden sorgfältig ausgeschrieben. Der Künstler zeigte einen ruhigen Strand mit Booten.

Van Gogh wählte sehr helle und saftige Farben für die Malerei „Fischerboote am Strand in Saint-Marie“. Die bunten Boote sind voller Blumen vor dem Hintergrund von goldenem Sand und transparenten blauen Wellen. Der Himmel ist mit hellweißen Wolken bedeckt, es scheint, dass bald ein starker Wind weht.

Ordentlich und klar, mit Schwerpunkt auf den Konturen, befinden sich bemalte Boote im Meer, etwas weiter vom Strand entfernt. Der Künstler zeigt ihre Masten und Geräte ausreichend detailliert. Ein aufmerksamer Betrachter kann eine goldene Truhe bemerken, die in der Sonne funkelt. Und links im Sand liegt noch einer.

Die Wellen werden stärker, es scheint, dass sie bald Boote ergreifen und sie weit hinaus aufs Meer tragen werden. Obwohl Vincent van Gogh in Boats at Saint-Marie keine einzige Person darstellte, lässt das Gefühl der Rationalität und Sinnhaftigkeit der Elemente der Leinwand den Betrachter keine Minute lang zurück. Alle Natur und Objekte, die von Menschenhand geschaffen wurden, werden vom Autor lebend gezeigt, und die Boote wagen es, wie eine Art fabelhafter Kreaturen, einen Weg voller Gefahren über das weite Meer zu bahnen. Sie warten nur auf das richtige Wetter und den günstigen Wind.

Maljahr: 1888. Maße des Gemäldes: 81,5 x 65 cm. Material: Leinwand. Schreibtechnik: Öl. Genre: Marina. Stil: Postimpressionismus. Galerie: Vincent van Gogh Museum, Amsterdam, Niederlande.

Seurat – „Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“

Georges Seurats Gemälde „Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ wurde mit einer für diese Zeit völlig revolutionären Technik gemalt – dem Pointillismus. Diese Technik basiert auf den anatomischen Eigenschaften des menschlichen Auges und beinhaltet nicht das Mischen von Farben. Stattdessen wird jede Farbe in einem separaten Strich angewendet und nur als Ganzes betrachtet, sie repräsentieren ein aussagekräftiges Bild.

Wie bei vielen Innovationen üblich, verursachte das Bild sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Kritikern widersprüchliche Reaktionen. Der Künstler hat keine Gesichter von Menschen gezeichnet, obwohl die Silhouetten präzise und klar sind. Aus diesem Grund scheint es, dass Seurat auf dem Bild keine Menschen, sondern gesichtslose Mannequins darstellt. Auch dieses Merkmal des Stils des innovativen Malers fand beim Publikum keine eindeutige Anerkennung. Georges Seurat erklärte es so: Sein Gemälde hat eine tiefe spirituelle Bedeutung, und alles Irdische, einschließlich der Gesichter, ist unwichtig. Das Bild vermittelt die Essenz: Der Rest der Pariser an ihrem Lieblingsplatz für Sonntagswanderungen, und es besteht keine Notwendigkeit für Konkretheit.

Ein Teil des Bildes beschäftigt sich mit dem Bild von Menschen, die ein Picknick machen, ein anderer Teil bewundert den Fluss, die Boote und Schiffe. Vor der heißen Mittagssonne versuchen die Damen, sich unter Regenschirmen zu verstecken.

Georges Seurats Gemälde war dank der Verwendung vieler verschiedener Farbtöne sehr farbenreich: hier gelb, rot, lila und grün. Sehr erfolgreich gelang es dem Künstler, die Untätigkeit und Faulheit eines heißen Wochenendes zu vermitteln.

Jahr der Malerei: 1886.

Abmessungen des Gemäldes: 207,5 x 308 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Genremalerei.

Stil: Pointillismus.

Galerie: Art Institute of Chicago, Chicago, USA.

Surikov – „Blick auf das Denkmal für Peter I. auf dem Senatsplatz“

Während seines Aufenthalts in St. Petersburg und während seines Studiums an der Akademie der Künste malte Surikov 1870 sein erstes unabhängiges Gemälde „Blick auf das Denkmal für Peter I. auf dem Senatsplatz“.

Der Künstler wählte den Standpunkt von unten und rechts vom Denkmal für Peter I., fast auf der Mittelachse der Isaakskathedrale. Hier stechen zwei semantische Hauptachsen hervor: „die Kuppel der Kathedrale – der bronzene Reiter“ und „der Mond – das Taxi“. Die Form und Position der Wolken, der Rauch aus den Kaminen, die Richtung der Spuren des Wagens im Vordergrund unterstreichen die Bedeutung des Bildes, und die Schatten und die abfallende Neigung des Pferdesteins machen das Bild rätselhaft und mysteriös. Das helle Licht des Vollmonds, das in der frostigen Luft verstreut ist, setzt den Bronze-Reiter und die Kathedrale ausdrücklich aus und überflutet gleichzeitig das schneebedeckte Flugzeug mit Licht. Dies ist das Werk eines jungen Künstlers, aber sein zukünftiger Stil ist hier bereits deutlich erkennbar.

Jahr der Malerei: 1870.

Maße des Gemäldes: 52 x 71 cm.

Material: Leinwand.

Schreibtechnik: Öl.

Genre: Stadtlandschaft.

Stil: Realismus.

Galerie: Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg, Russland.